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Systemisch mit HerzUta Klingebiel

Über mich

Uta Klingebiel

Systemische Therapeutin (DGSF), Traumapädagogin und staatlich anerkannte Diplom-Sozialpädagogin (FH), mit eigener Praxis in Ingolstadt.

Schwarz-Weiß-Porträt von Uta Klingebiel im Profil, im Hintergrund ihr Praxisraum.

Was mich an meiner Arbeit berührt

Es gibt etwas an meiner Arbeit, das mich immer wieder tief berührt: Zu erleben, wie Menschen beginnen, sich selbst ein Stück besser zu verstehen. Wie sie Zusammenhänge erkennen, ihre Gefühle besser einordnen können und langsam entdecken, dass sie nicht falsch sind, nur weil sie auf eine bestimmte Weise fühlen, denken oder handeln.

Ich glaube daran, dass hinter jedem Verhalten eine Geschichte steckt. Und dass wir Menschen erst dann wirklich verstehen können, wenn wir beginnen, diese Geschichte mit all ihren Beziehungen, Erfahrungen und Schutzmechanismen zu betrachten.

Hinter Wut kann Hilflosigkeit liegen. Hinter Perfektionismus die Angst, nicht zu genügen. Hinter Rückzug die Erfahrung, mit schwierigen Gefühlen allein gewesen zu sein. Hinter dem ständigen Funktionieren vielleicht die frühe Erkenntnis, dass man vor allem dann Anerkennung bekommt, wenn man stark ist und die Bedürfnisse anderer im Blick behält.

Und manchmal ist das Nervensystem so lange auf Schutz eingestellt, dass selbst in sicheren Momenten keine wirkliche Entspannung möglich scheint.

Mich fasziniert, wie eng unsere Bindungserfahrungen, unser Nervensystem, unsere Gefühle und unsere Beziehungen miteinander verwoben sind.

Mich berührt nicht nur, was Menschen erlebt haben. Mich berührt auch, was sie trotz allem entwickelt haben, um ihren Weg zu gehen.

Ihre Stärke. Ihre Kreativität. Ihre Anpassungsfähigkeit. Ihre Sehnsucht nach Nähe, Sicherheit und einem Leben, das sich endlich mehr nach ihnen selbst anfühlt.

Mein Weg

Ich habe Sozialpädagogik studiert. In den letzten Jahren habe ich mich intensiv weitergebildet: in systemischer Therapie und Beratung, auch für Kinder und Jugendliche, in Traumapädagogik und in der traumasensiblen Begleitung.

Du findest mich auch auf Instagram: @systemisch.mitherz

Was mich in meiner Arbeit leitet

Der systemische Blick: Du bist mehr als dein Problem.

In der systemischen Arbeit betrachte ich Menschen nicht isoliert. Wir alle sind eingebunden in Beziehungen, Familiengeschichten, Lebensbedingungen und soziale Systeme, die uns prägen.

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Deshalb frage ich nicht nur: Was ist das Problem?

Ich frage auch:

  • Wann tritt es auf und wann wird es leichter?
  • Welche Situationen oder Beziehungen verstärken die Belastung?
  • Welche Erfahrungen und Überzeugungen könnten damit verbunden sein?
  • Welche Funktion könnte ein bestimmtes Verhalten einmal gehabt haben?
  • Welche Fähigkeiten, Ressourcen und Ausnahmen gibt es bereits?
  • Was darf sich verändern, damit neue Handlungsmöglichkeiten entstehen?

Dabei geht es nicht darum, Schuldige zu finden. Es geht darum, Zusammenhänge sichtbar zu machen und neue Perspektiven zu eröffnen.

Ein Kind, das wütend reagiert, ist nicht automatisch ein schwieriges Kind. Ein Paar, das immer wieder streitet, ist nicht zwangsläufig gescheitert. Und ein Erwachsener, der sich selbst ständig infrage stellt, ist nicht einfach zu empfindlich.

Verhalten ergibt oft erst dann einen Sinn, wenn wir den Zusammenhang verstehen, in dem es entstanden ist.

Gemeinsam schauen wir darauf, was bisher geholfen hat, was heute belastet und welche neuen Möglichkeiten entstehen können.

Die Bindungstheorie: Wir brauchen Sicherheit, um uns entwickeln zu können.

Wir Menschen sind von Anfang an auf Beziehung ausgerichtet. Als Kinder brauchen wir Bezugspersonen, die unsere Signale wahrnehmen, auf unsere Bedürfnisse reagieren und uns helfen, mit überwältigenden Gefühlen umzugehen.

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Wenn wir wiederholt erfahren, dass unsere Gefühle willkommen sind, Trost möglich ist und Nähe verlässlich sein kann, entwickeln wir nach und nach Vertrauen in andere und in uns selbst.

Doch nicht jedes Kind erlebt diese Sicherheit ausreichend.

Manche lernen, besonders angepasst zu sein, um Konflikte zu vermeiden. Andere werden sehr selbstständig, weil sie früh erfahren haben, dass sie sich auf niemanden verlassen können. Manche suchen intensiv nach Nähe und haben gleichzeitig Angst vor Zurückweisung. Andere ziehen sich zurück, obwohl sie sich eigentlich Verbundenheit wünschen.

Diese Muster können uns bis ins Erwachsenenalter begleiten – in Partnerschaften, Freundschaften, im Familienleben und in unserem Umgang mit uns selbst.

Dabei ist mir eines besonders wichtig:

Bindungsmuster sind keine festen Etiketten. Sie sind verständliche Anpassungen an Beziehungserfahrungen. Und sie können sich durch neue, sichere Erfahrungen weiterentwickeln.

In meiner Arbeit dürfen Menschen erleben, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden, Grenzen respektiert werden und sie selbst bestimmen dürfen, was sie erzählen und in welchem Tempo sie sich schwierigen Themen nähern.

Nicht jede Erfahrung muss sofort ausgesprochen werden. Nicht jede Tür muss geöffnet werden, nur weil sie existiert.

Manchmal beginnt Veränderung damit, dass jemand erlebt: Ich werde gehört. Ich darf Nein sagen. Ich muss mich nicht erklären, um respektiert zu werden.

Die Nervensystemtheorie: Nicht alles lässt sich durch Nachdenken verändern.

Vielleicht kennst du das: Du weißt mit dem Kopf, dass du heute Nein sagen darfst. Und trotzdem spürst du Schuld, sobald du es tust.

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Du weißt, dass eine Situation vorbei ist. Und dennoch reagiert dein Körper mit Anspannung, Herzklopfen oder innerer Unruhe.

Du möchtest ruhig bleiben, aber bei einem bestimmten Tonfall, einem Blick oder einem Konflikt bist du plötzlich überwältigt.

Das liegt nicht einfach daran, dass du dich zu wenig anstrengst.

Unser autonomes Nervensystem bewertet fortlaufend, ob eine Situation sicher, herausfordernd oder potenziell bedrohlich ist. Frühere Erfahrungen können dabei beeinflussen, wie wir gegenwärtige Situationen wahrnehmen und auf sie reagieren.

Unter hoher Belastung können wir beispielsweise in Alarmbereitschaft geraten, kämpfen, fliehen, erstarren oder uns innerlich zurückziehen. Solche Reaktionen laufen häufig schneller ab, als wir bewusst darüber nachdenken können.

Gerade bei belastenden oder traumatischen Erfahrungen kann es deshalb hilfreich sein, nicht ausschließlich über Probleme zu sprechen, sondern auch die Wahrnehmung des Körpers, die eigene Orientierung und die Fähigkeit zur Regulation einzubeziehen.

Wir achten gemeinsam darauf:

  • Was gibt dir im Hier und Jetzt ein Gefühl von Sicherheit?
  • Woran bemerkst du, dass Anspannung steigt?
  • Was hilft dir, wieder mehr Boden unter den Füßen zu spüren?
  • Welche Grenzen und Bedürfnisse zeigen sich in deinem Körper?
  • Welche kleinen Erfahrungen können dir helfen, neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken?

Dabei geht es nicht darum, jederzeit ruhig sein zu müssen. Wut, Angst, Trauer und Rückzug sind nicht grundsätzlich falsch. Entscheidend ist, sie zunehmend verstehen und mit ihnen umgehen zu können, ohne sich selbst dabei zu verlieren.

Regulation bedeutet nicht, immer entspannt zu sein. Sie bedeutet auch, die eigenen Zustände besser wahrzunehmen und nach Belastung wieder Wege zurück zu mehr Stabilität finden zu können.

Und genau hier verbinden sich für mich systemische Therapie, Bindungstheorie und Nervensystemwissen: Wir betrachten den Menschen in seinen Beziehungen, seiner Geschichte und seinen körperlichen Reaktionen – und suchen gemeinsam nach dem, was heute hilfreich ist.

Mein Praxisraum: ein grüner Sessel, ein kleiner runder Tisch mit Wasser und Gläsern, eine große Pflanze und ein Schrank mit Spielsachen.
Mein Praxisraum in Ingolstadt

Warum ich diese Arbeit mache

Weil ich daran glaube, dass wir Menschen nicht auf unsere Symptome, unsere Verletzungen oder unsere schwierigsten Lebensphasen reduzieren dürfen.

Weil ich es wertvoll finde, wenn aus Selbstverurteilung Verständnis wird, aus Hilflosigkeit neue Handlungsmöglichkeiten entstehen und Beziehungen wieder zu Orten werden können, an denen Menschen sich sicherer und verbundener fühlen.

Und weil ich immer wieder erlebe, wie bedeutsam es sein kann, einen Raum zu haben, in dem man nicht funktionieren muss.

Einen Raum, in dem die eigene Geschichte sein darf, ohne die Zukunft vollständig bestimmen zu müssen.

Einen Raum, in dem wir gemeinsam verstehen, was war, wahrnehmen, was heute ist, und entdecken, was morgen anders werden könnte.

Darum geht es für mich in meiner Arbeit: Raum halten. Verstehen. Verbinden. Und gemeinsam neue Wege entdecken.

Qualifikationen

Aus- und Weiterbildungen

  • 2023Systemische Therapeutin / Familientherapeutin (DGSF)Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie
  • 2023Systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin (DGSF)Aufbauweiterbildung
  • 2023Systemische Beraterin (DGSF)
  • 2021–2022TraumapädagoginZusatzausbildung, INPUT e.V.
  • 1998Staatlich anerkannte Diplom-Sozialpädagogin (FH)Katholische Fachhochschule NRW, Paderborn

Fortbildungen

  • 2023–2024S-O-S Trainerin nach Kati BohnetHelpers Circle, Berlin
  • 2023Weiterbildung „EMDR in Therapie & Coaching“EMDR Ausbildungszentrum München, 54 UE
  • 2023Fortbildung „Traumasensibel begleiten – TSB®“Natalie Bürk, Baden-Baden
  • 2021Workshop „Das psychisch traumatisierte Kind und seine Familie“IPKJ Hamburg

Mitglied der DGSF seit 2021

Der erste Schritt

Ruf mich gerne an oder schreib mir eine kurze Nachricht. Wir vereinbaren dann ein erstes Gespräch und schauen gemeinsam, ob und wie ich dich begleiten kann.

Praxis: Laimgrubenstraße 11a, 85051 Ingolstadt

Ein Blumenstrauß in einer Porzellankanne auf dem Tisch im Praxisraum.